Bring Me The Horizon - AMO

Bring Me The Horizon - Amo

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Die Metalband aus Sheffield verärgert ihre alten Fans noch mehr als in letzter Zeit und springt rabiat in Richtung Pop: Auf "Amo" provozieren Bring Me The Horizon mit Hip-Hop-Gast Rahzel oder Artpop-Darling Grimes sowie Streicher-Arrangements und Electronica.

Metalfans sind oft sehr konservative Menschen, Veränderungen sehen sie nicht gerne und so verlieren Bands wie Bring Me The Horizon viele ihrer anfänglichen Anhänger, denen der Sound inzwischen zu harmlos und nett geworden ist. Das Einbinden von poppigen Elementen und einem Keyboarder, der seit 2012 festes Bandmitglied ist, scheint den meisten suspekt, vor allem die ersten Deathcore-Fans schüttelten schnell entsetzt den Kopf statt noch zu ihrer Musik zu moschen.

Und in der Tat, die Zusammenarbeit mit Grimes wirkt wie ein musikalischer Alien, nicht nur was den radikalen Stilwechsel betrifft, sondern auch was den Song selbst betrifft: Eurodiscostampfer meets gepitchte Vocals.  

Video: Bring Me The Horizon - nihilist blues ft. Grimes

Bring Me The Horizon wollen unbedingt in die Charts: Mit dieser brachialen Mischung aus Pop, Dance, Hous, Rap, Electro, Trip-Hop und Drum’n’Bass wird es ihnen auch gelingen, sich harmonisch zwischen Coldplay und Ellie Goulding einzufügen. Für die einen klingt das beliebig, für die anderen mutig, sich derart kopflos in ein neues Terrain zu stürzen. Und kopflos ist irgendwo auch das Konzept von "Amo", denn hier findet sich keine Struktur, es ist vielmehr eine Aneinanderreihung von (gut produzierten) Songs diverser Spielarten.

Video: Bring Me The Horizon - mother tongue

Nach 15 Jahren sind Bring Me The Horizon also Lichtjahre von ihren Deathcore-Zeiten entfernt und eine gefühlte Ewigkeit von ihren Metalzeiten entfernt: Allerdings haben sie sich den jugendlichen Übermut und Egal-Haltung bewahrt, so dass ihnen die konservative Meinung ihrer Alt-Fans wohl ziemlich gleichgültig sein wird – denn die neuen stehen bereits Schlange. Absurderweise landet Bring Me The Horizon mit dem Affront gegen Konservatismus mitten im konservativsten Sumpf: Dem Mainstream.

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