Hard For Justice

Hard For Justice

Bronnt Industries Kapital

Redaktionswertung: 
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Get Physical, das Label von M.A.N.D.Y. und Booka Shade kann erneut auf unbekanntem Terrain punkten. Nach DJ Koze und der "Final Song"-Compilation schlagen die Berliner mit Bronnt Industries Kapital den nächsten Haken.

Das Wort "schießen" besitzt im Englischen eine Doppeldeutigkeit, auf die Guy Bartell alias Bronnt nicht nur im Coverartwork von "Hard for Justice" anspielt. Bartells Liebe gehört dem B-Movie, in dem Knarren ein ständiger Gast sind. Wie weit seine Verehrung für das billige und blutige Kino geht, beweist Bartell mit seinem Klagelied für die Opfer von Lucio Fulci, dessen filmischer Bodycount in die Hunderte gehen dürfte.

Bronnt Industries Kapital ist Musik aus Bristol, die ganz ohne subsonische Bässe auskommt. Stattdessen sind Guy Bartells Songs, die zum Teil gemeinsam mit Nick Talbot von Gravenhurst entstanden, eine Hommage an die fiebrigen Keyboard-Kaskaden von John Carpenter oder Filmen wie "New York Ripper": Düster und bedrohlich, mit viel Liebe zum Detail, handwerklich absolut sauber inszeniert und jeglichem Trashverdacht erhaben. Wie die meisten B-Filme eben auch.

(Kleine Notiz für Filmnerds: Der Track "Return To Shogun Assasin" ist eine Anspielung auf die japanische Kultserie "Okami" und wird auf der verlinkten Seite irrtümlich zu "Return To Shotgun Assasin".)

Florian Schneider / Tonspion.de

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