Carried To Dust

Carried To Dust

Calexico

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Das letzte Album dieser Band wurde mit gemischten Gefühlen und Reaktionen aufgenommen. Wer jenen Vorgänger zu „Carried To Dust“ nur mittelprächtig fand, dürfte mit diesem neuen Calexico-Album aber wieder vollste Zufriedenheit verspüren.

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Speziell die alte Garde großer Calexico-Fans war von dem vor zwei Jahren veröffentlichten „Garden Ruin“ ob einer gewissen Uninspiriertheit enttäuscht worden. Dass sich Joey Burns & Co daraufhin diesen Unmut zu Herzen genommen haben, kann nur vermutet werden. Aber die Chance, dass sie die besagte alte Garde mit ihrem neuen Album wieder glücklich machen, scheint recht groß zu sein. Denn „Carried To Dust“ kurbelt von der ersten bis zur letzten Sekunde die Filme und Bilder an, die sich im Zuge einer guten Calexico-Platte in Bewegung setzen. Die Dichte dieser bewegten Bilder, die mit der unverwechselbaren Calexico-Handschrift gezeichnet sind, ist so hoch, dass Musik und Texte ganz unmittelbar und nah erscheinen. Ein dunkles Filmfest für Endorphine.

Nach ihrem Aufnahme-Abstecher zum letzten Album sind Calexico nun wieder daheim in Tucson ans Werk gegangen und haben eine Reise durch Songs, Atmosphären und Stimmungen kreiert, die sich zu einem großen Erlebnis vereinen. Die warme Unterspannung und staubige Trockenheit dieser Band knistert wieder und klingt so, wie man sie liebt. Unaufdringlich, aber intensiv wie nur was.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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