Garden Ruin

Garden Ruin

Calexico

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Die sechs Männer aus Tucson/Arizona legen dieser Tage ihr neues Album vor. „Garden Ruin“ zeigt: Calexico haben wieder einmal alles anders gemacht – und wieder einmal alles richtig.

Download & Stream: 

Fallen in CD-Rezensionen Begriffe wie Weiterentwicklung oder Neuerfindung, ist das Phrasenschwein nicht weit entfernt. Hier gibt es nun aber kein Vorbeikommen, denn Calexico klingen immer anders, als erwartet. Ein lauschender Blick zurück in die Vergangenheit beweist, dass sie seit jeher für eine Überraschung gut sind: lo-fi-mäßig debütierten sie vor acht Jahren mit „The Black Light“, brachen dann mit „Hot Rail“ etwas wilder durch und sahnten mit ihrem poppigsten Album „Feast Of Wire“ richtig ab. Im Zuge der internationalen Charterfolge kollaborierte man mal eben mit Nancy Sinatra, tauchte in dem Film „Collateral“ auf und tourte unzählige Male um diese Erdkugel. Wie man da den Kopf und das Herz noch freibekommt, um neue Songs zu schreiben? Das Sextett um Mastermind Joey Burns hat da scheinbar ein ganz einfaches Rezept. Es gibt nur zwei Ziele für das nächste Album: sämtliche Erwartungen dürfen nicht erfüllt und gut muss es werden. Beides haben Calexico geschafft. Detailverliebter, gesangsfokussierter und sich von alten Einflüssen lösend, konzentrieren sie sich ohne Nachzudenken auf die Songs an sich und auf Atmosphäre. Dafür zogen sie sich zurück nach Bisbee, ein Künstler-Kaff im südöstlichen Arizona, wo es keine öffentliche Telefone gab und grundsätzlich immer kälter als im restlichen Arizona ist. Beste Voraussetzungen, um die anvisierten Ziele zu erreichen und einzusehen, dass die bewusste Entscheidung, sich stetig zu verändern, eine für Musiker wie Hörer essentielle ist: “A band has got to keep changing and moving, or it will get boring and break up.”. (bb)

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