Capital Bra Allein Cover

Capital Bra - Allein

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Das zweite Album in nichtmal einem Jahr und wir haben jetzt alle erstmal eine Capital-Überdosis.

Bei aller Leidenschaft, am Ende ist die Musik wie jede andere Branche auch nur ein Geschäft. Da gilt es Deadlines einzuhalten, Werbekampagnen zu planen und über allem natürlich Verträge zu erfüllen. Letzteres bekam jüngst auch Capital Bra zu spüren, der inzwischen bei Bushidos Label ersguterjunge unterschrieben, aber eben auch noch einen Vertriebsdeal bei seinen alten Partnern laufen hat. Der ist mit seinem neuen Album "Allein" erfüllt.

Video: Capital Bra feat. Xatar & Samy - "Ich liebe es"

Dass der Berliner seinen Output hochhält, ist also nicht dem Zufall geschuldet. "Allein", erst wenige Tage vor Release angekündigt und ausschließlich digital erhältlich, hört sich entsprechend an wie ein Schnellschuss. Man hat das Gefühl, Capital schreibt seine Texte inzwischen in der selben Geschwindkeit, in der er rappt. Zwar war das einstmalige Team Kuku-Aushängeschild nie für textliche Avantgarde bekannt, der Stumpfheitsgrad seiner Texte nimmt auf "Allein"  aber trotzdem neue Ausmaße an. Und nicht nur das - die spärlich gesäten Pointen werden auf gleich mehreren Anspielstationen recycled.

Ich steh' auf dicke Titten (uff), ich rauch' viele Kippen (ja)
Stiche in die Rippen, ich lass' deine Gang verschwinden
Taube Nase, taube Lippen, fetter Benzer, fette Reifen (ja)
Du hast ein'n großen Rücken (ja), ich hab' ein'n großen Steifen (Bra)

- Capital Bra auf "Ya Salam"

Als viel mehr als das Erfüllen einer unromantisch-bürokratischen Pflicht, allenfalls noch als Spaßprojekt, sollte man "Allein" also nicht verstehen. "Allein" ist Musik zum Kopf-Ausschalten und lediglich eingeschworenen Fans zu empfehlen.

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