Hinterland

Casper - Hinterland

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Die genial inszenierte, virtuelle Schnitzeljagd ist vorbei, jetzt ist eines der am meisten erwarteten Alben des Jahres da: „Hinterland“ von Casper. Gegen seine geballte (Fan-)Power dürfte es selbst Justin Timberlake schwer haben, sich in den Charts durchzusetzen.

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Casper bleibt sich auf „Hinterland“ treu, in dem er stärker polarisiert. Er nimmt in Kauf, dass er mit der Indierock-lastigen Produktion durch Markus Ganter (Sizarr) und Konstantin Gropper von Get Well Soon Rückhalt in der Rapszene verliert. Und beschwichtigt die Gemüter sofort mit der Ankündigung, bald ein Mixtape aufzunehmen.

Casper - Hinterland (Albumstream)

Zwischen den Stühlen zu sitzen treibt Casper mit „Hinterland“ auf die Spitze und offenbart sich textlich stärker als zuvor. „Hinterland“ ist Emo, ist Rap, ist Rock, ist Pop. Casper hat keinen Hehl daraus gemacht, dass seine Refrains jetzt im Festivaleinsatz und in großen Hallen bestehen müssen. Dabei sind seine Texte schlau genug, um auch in ihrer Persönlichkeit gefestigte Personen ins Herz zu treffen.

Wer alle Anspielungen in „Nach der Demo ging's bergab“ auf Anhieb versteht, dürfte fast alt genug sein, um gemeinsam mit dem eigenen Nachwuchs in der ersten Reihe zu stehen. Sprich: „Hinterland“ hat das Zeug, alle zu umarmen und das mit einer eigenwilligen Mischung, die sich bis auf das zu dick auftragende „Lux Lisbon“ mit Editors-Sänger Tom Smith, so slick wie kompromisslos gibt. Nur eine Frage bleibt: Wo ist nach „Hinterland“ der nächste Rückzugsort für Benjamin Griffey?

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