Jukebox

Jukebox

Cat Power

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Die Instanz unter den Songwriterinnen. Immer für ein Glas bedeutungsschwangeren Rotwein zu haben, immer ein offenes Ohr für Sehnsüchte und Liebeskummer: Cat Power zelebriert die Melancholie von ihrer schönsten Seite.

"Jukebox" ist ein Album, auf dem Chan Marshall aka Cat Power Songs anderer Künstler covert sowie einen ihrer eigenen, nämlich das hier vorgestellte "Metal Heart" - und genau dieser ist das heimliche Highlight des Albums.

Ihre tiefe Stimme trifft die wunderbar reduzierte Instrumentierung, mit einem herrlich schleppendem Schlagzeug und nichts nimmt man ihr mehr ab als die Zeile "I´m not kidding", wenn sie sich gegen Ende des Stückes mit authentischer Inbrust in Song und Situation hinein steigert. Darum geht es doch in der Musik: Gefühl und Klang, herzergreifend vereint von Cat Power, die auf dieser Platte nicht minder großartig außerdem noch Stücke von u.a. Frank Sinatra und Janis Joplin covert.

Dass Cat Power mit ihrem im Januar erschienenden Album jetzt endlich auch den Mainstream wach geküsst hat (vielleicht auch dank ihres Hits "The Greatest", der auf dem Soundtrack der Hollywood-Schmonzette My Blueberry Nights gefeatured wurde), ist einen Glückwunsch wert. Zumindest für den so genannten Mainstream. Denn wer Cat Power noch von früheren Auftritten kennt, ahnt, dass sie vielleicht insgeheim die intimen Lokalitäten den großen Hallen vorziehen würde.

Jan Schimmang / tonspion.de

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