Charles Trancepur - Egri

Auch der Umweg über den Albumtitel führt bei Marco Röpke ins Leere. Also muss man, wie meist bei Modul 8-Alben auf die Spaßvogel-Attitüde der Aachener rekurrieren. Ernst ist bei Charles Trancepur drei Jahre alt, wobei sich seine Produktionen auf wesentlich höherem Niveau befinden als dieser schale Witze im Fips Asmussen-Style. Entsprechend fröhlich und außer Rand und Band rangeln sich die analogen Maschinen von Röpke. Ästhetisch erinnert das zumeist an Console, ohne allerdings die extreme Nerdigkeit von Martin Gretschmann auszustrahlen.

Röpke stellt sich mit seinem Alter Ego die Frage, ob in Indietronica noch Leben steckt. Legt man "Blond" von Michael Heilrath, Bassist von Couch, neben "Molton"  könnte man glauben, seit 1998 wäre keine Zeit vergangen. Das ist keinesfalls abwertend gemeint. Röpkes Naivität, mit der er als ehemaliger Gitarrist und Schlagzeuger in (wahrscheinlich) erfolglosen Indiebands an Indietronica herangeht, ist absolut sympathisch und die eigenen Ohren dadurch offen für seine Ästhetik.

Florian Schneider / Tonspion.de

Album: 

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