Ma Fleur

Ma Fleur

The Cinematic Orchestra

Redaktionswertung: 
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Wer "Cinematic" im Namen trägt muss sich zwangsläufig mit der Metapher auseinander setzen, dass Musik Kopfkino sei. Zumal Jason Swinscoe, der Kopf des Cinematic Orchestra, sich fürs Kino begeistert. Auf "Ma Fleur" überzeugt seine Musik auch ohne Bilder.

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Obwohl Swinscoe auch diesem Album ein visuelles Konzept zugrunde gelegt hat. "Ma Fleur" ist eigentlich der Soundtrack zu einer Reihe von Kurzfilmen, die ein Leben von der Geburt bis in den Tod beschreiben sollen. Realisiert wurden die Filme jedoch nicht, die fertigen Skripts dienten Swinscoe lediglich als Folie, um die in den Drehbüchern angelegten Stimmungen aufzugreifen.

Wie ein Filmkomponist versucht Swinscoe Emotionen zu unterstreichen. Dabei unterscheidet sich seine "Filmmusik" signifikant von der üblichen Kinoware: die Songs funktionieren komplett ohne Bilder. Mit "Ma Fleur" entfernt sich Swinscoe weiter denn je vom Jazz und wagt stattdessen eine behutsame Annäherung an Folk, ohne sich dem aktuellen Revival anzubiedern. An diesem Umstand haben auch die drei SängerInnen entscheidenden Anteil. Besonders Patrick Watsons Gesang macht aus dem Opener „Build A Home“ einen Coldplay-Song, der selbst das Sänger gewordene weltpolitische Gewissen Chris Martin rot vor Neid werden lassen dürfte.

Wer trotzdem Bilder zur Musik des Cinematic Orchestra sehen möchte, sollte sich "Man With A Movie Camera" zulegen, einer Neuvertonung des Stummfilmklassikers von Dziga Vertov. (fs)

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