Die Faser

Cio D´Or - Die Faser

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Es geht um Stoff! Das geht es oft, wenn die Rede von Techno ist. Bei Cio D´Or und ihrem Album "Die Faser" geht es aber um das, was wir jeden Tag auf der Haut tragen. Vom Brokat bis zur Wildseide spinnt die Kölner Produzentin das Konzept ihres ersten Albums, doch verkopft klingt ihr Stofflager nicht.

Cio D´Or ist in der Münchner Technoszene groß geworden, lebt und produziert aber in Köln. In die Kompakt-Hegemonie der Domstadt lässt sich ihr erstes Album "Die Faser" aber nicht einordnen. Cio D´Ors Sound ist kälter, found sounds und Ambient spielen eine große Rolle in ihren Produktionen.

Das Gefühl, das man beim Tragen von Seide oder Samt auf der Haut hat, lässt sich in den zwölf Tracks ihres Albums nicht wiederfinden. Eher geht es Cio D´Or um eine Oberflächenbeschreibung als die konkrete Stofflichkeit. Einzig das allgegenwärtige Knistern erinnert an die namensgebenden Stoffe. Lieber spinnt einen die Kölnerin in einen Kokon ein, in dem sich die einzelnen Tracks zu einem Ganzen verbinden. Und der Dancefloor nicht mehr als eine beinahe verschüttete Erinnerungen ist. Cio D´Or geht Atmosphäre vor Funktionalität, die strenge, aber trotzdem dubbige Kühle ihrer Tracks erinnert dabei an die besten Momente von Anders Ilar oder Yagya.

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