Ich habe keine Angst vor ...

Ich habe keine Angst vor ...

Clickclickdecker

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Schon seit sechs Jahren spielt sich der Wahl-Hamburger Kevin Hamann solo durch diverse Clubs und Wohnzimmer des Landes. Und das in einer Manier, die Indie-Homerecording gleichzeitig zelebriert und belächelt. Auch Bernd Begemann fand das toll.

Begemann lud ihn der Legende nach zu einem Frühstück ein und zeigte sich überzeugt von der melancholischen Leichtigkeit des Clickclickdeckers. Also bekam Kevin Hamann die Möglichkeit, die Songs der letzten Jahre in einem richtigen Studio neu zu mixen. Heraus kam das Debütalbum „Ich habe keine Angst vor ...“, was quasi auch als ein Best Of über seine bisherigen 7“es und CD-Rs zu sehen ist. Und Clickclickdecker hat einige Hits angehäuft, die ebenso niedlich wie Kettcar doch auch ebenso bissig charmant wie Die Sterne um die Ecke lugen. Über die klassischen Indie-Mucker-Klischees wundert er sich kurz, hält sich aber nicht weiter damit auf. Letztendlich sind die Texte das Erfrischende: jene etwas verwegenen, naiven Auseinandersetzungen mit alten Liebschaften und fragwürdigen Gewohnheiten. Man könnte die eigene Kommunikation auf Hamanns Textzeilen reduzieren und hätte stets das letzte Wort sicher. Auf seiner Website lässt sich die Entwicklung seiner letzten Jahre mit einigen MP3s bestens verfolgen. Im Auge behalten muss man ihn aber selbst. Das Album ist übrigens eine gemeinschaftliche Veröffentlichung der beiden Hamburger Labels Meerwert und Audiolith Records. (jw)

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