Nichts für ungut

Nichts für ungut

Clickclickdecker

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

"Wer hat mir auf die Schuhe gekotzt" fragt uns leicht provokant ein junger Mann aus Hamburg. Was erstmal albern klingt, ist bei genauem Hinhören wunderbarer, durchaus ernster Singer/Songwriter-Pop.

Kevin Hamann alias ClickClickDecker ist das, was man guten Gewissens einen Workaholic nennen könnte. Betrachtet man auf seiner Webseite die Liste seiner bisherigen Veröffentlichungen, wundert man sich, dass er von wohlmeinenden Musikjournalisten immer noch als Geheimtip vorgestellt wird. Zugegeben, da gab es zunächst viele Singles, Tapes usw. im Eigenvertrieb, typisch Indie eben, doch spätestens seit seinem ersten richtigen Longplayer "Ich habe keine Angst vor..." war der Mann schlagartig in aller Munde. Bernd Begemann habe ihn entdeckt, wurde da kolportiert und wenn`s so gewesen ist kann man nur sagen: Danke Bernd. Auch auf seinem zweiten Album mit dem augenzwinkernden Titel "Nichts für ungut" erfindet er nichts neu, aber macht alles richtig. ClickClickDeckers Songs pendeln zwischen entspanntem Singer/Songwriter-Pop, wie man das auch von Olli Schulz oder Jona kennt und angenehmen elektronischen Geplukker. Dabei ist seine Stimme oft brüchig wie Conor Oberst in seinen besten Minuten. Seine Texte sind von einnehmender Direktheit, selten banal und die Stücke tragen so geniale Titel wie "Sozialer Brennpunkt Ich" oder "Was im Abfluss so hängt". Ganz großes Kino. Wieder mal aus Hamburg.(cw)

MP3 Download: Tonspion präsentiert die besten Musik Downloads, die kostenlos und legal im Netz bereit gestellt werden. 

Ähnliche Künstler

Empfohlene Themen