Client

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Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Bisher konnte man Client hauptsächlich als DJ Duo erleben, seit kurzem produzieren sie nun auch eigene Electro Popsongs, die richtig groß werden können, wenn wir uns nicht von den Electroclash-Kritikern den Spaß verderben lassen.

Das Achtziger Revival blüht überall, nun auch bei Andrew Fletcher (Depeche Mode) und seinem neu angesetzten Label Toast Hawai. Mit der Debütsingle „Price Of Love” des britischen Damenduos Client, tritt er zwar recht offensichtlich in die vielen bereits vorhandenen Retrofußstapfen, dies aber, genauer betrachtet, doch einige Zentimeter abseits der bisherigen Pfade. Denn Client provozieren mit ihrem Sexappeal und Fetischglam weniger punkig, sondern mehr aus einer „Nette-Mädchen-Von-Nebenan-Attitüde“ heraus. So wie in einem Krimi niemand mit dem Hausmädchen als Mörderin rechnen wollte, lässt man sich bei Client schnell von den scheinbaren Unschuldsmienen verleiten, bis sie sich schließlich als zwei resolut agierende Frauen offenbaren. Auf ihren Pressephotos untermauern sie diesen kleinen Mythos noch weiter, indem man stets nur Fragmente der bieder gekleideten Frauen zu sehen bekommt. Nach den zwei Vorab-Singles ist nun ebenfalls das Debütalbum "Client" veröffentlicht worden. Und musikalisch hat das Duo genau die Sounds aus den Achtzigern geholt, mit denen man auch heutzutage noch vielen Nichtnostalgikern die Herzen erwärmen kann. Natürlich lassen sich Client fix in die Electroclash-Schublade stecken, aber solang es dort immer wieder solche Highlights zu finden gibt, sollte man sich nicht davon abhalten lassen öfter mal hineinzuschauen. (jw)

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