Hell Hath No Fury

Hell Hath No Fury

Clipse

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Vier Jahre sind seit "Grindin`" und dem großen Durchbruch von Clipse vergangen. Vier Jahre, in denen man glaubte, ihr Mentor und Produzent Pharell Williams hätte sein Händchen für maximal-minimale Beats verloren. Aber er hat sie nur für Clipse geschont.

Meisterhaft versteht es der Neptune mit minimalen Mitteln, die aber beinahe überlebensgroß aufgeblasen werden, futuristisch vertrackte Beats zu bauen. Manchmal reichen nur eine Pauke und eine Steel-Drum, um deinen Nachbarn endgültig zu deinem schlimmsten Feind zu machen. Z.A.G., der Remixer des Free-Downloads von "Mr. Me Too", baut dagegen auf einen oldschooligen Beat, der dem Song fröhlichen Swing verleiht, in Sachen Sound aber auf eine falsche Fährte führt. The Clipse sind immer dann am stärksten, wenn Williams den Platz hinter dem Mischpult sitzen bleibt. Im direkten Vergleich mit den düsteren Koksphantasien ("Some call it crack/ I call it diet-coke") von Pusha-T und Malice wirkt er wie ein Amateur. "Hell Hath No Fury" ist ein aufregendes, düsteres und größenwahnsinniges HipHop-Album, das nicht nur aufgrund des Titels Parallelen zu Mobb Deeps Meisterwerk "Hell On Earth" aufweist. Hier wie dort gelingt ein eindringliches Portrait der dunklen Seiten der großen Städte, in denen Drogen, Gewalt und das schnelle Geld den Puls bestimmen. (fs)

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