Loyalty To Loyalty

Loyalty To Loyalty

Cold War Kids

Redaktionswertung: 
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Die Cold War Kids präsentieren bereits im Jahr 1 nach ihrem gefeierten Debüt ihr zweites Album. Ob sie auf ihrem kurzen Weg vom Geheimtipp der Bloggerszene zum gefeierten Indierock-Sternchen auch alles richtig gemacht haben? Eine erste Kostprobe antwortet.

Sie kloppen gerne auf Alltagsgegenständen herum und lassen vorsetzlich allem und jedem freien Lauf. Dass ein derart anarchistischer Musikansatz mördermäßige Energien freisetzen kann, hat man spätestens im letzten Jahr im Zuge von „Robbers An Cowards“ zu Ohren bekommen. Diesem hoch gelobten Debüt, das so richtig keines war, weil ein Großteil der auf ihm zu hörenden Songs im Vorfeld auf diversen EPs oder eben auch in der gut informierten Bloggerszene zu finden war.

Natürlich wird heute wie damals diese Stimme Thema sein, weil sie spaltet. Was manche Menschen mit einem Zahnarztbesuch vergleichen ist für andere das eindringlichste und intensivste Hörerlebnis überhaupt, wenn Sänger Nathan Willett sich die große Seele aus dem Leib schreit. So etwas geht nun einmal - diplomatisch gesprochen - immer unter die Haut.

Auf den nächsten Cold War Kids-Gänsehautschauer muss man nun noch bis zum 19.09.08 warten, denn erst dann wird das dreizehn Tracks starke Stück „Loyalty To Loyalty“ erscheinen. Man darf bis dahin also gespannt sein, kann sich aber durchaus ganz entspannt zurücklehnen. Denn die Cold War Kids werden sicher alles richtig gemacht haben, so wie die erste Kostprobe „Something Is Not Right With Me“ vermuten lässt. Sofort und ungefragt grooven und schießen sie damit nämlich wieder unter die Haut.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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