Ghost Stories

Coldplay - Ghost Stories

Redaktionswertung: 
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Geisterhafte Balladen und ein Chris Martin, der nicht am Elend der Welt, sondern sich selbst verzweifelt. So lässt sich das neue Coldplay-Album „Ghost Stories“in einem Satz beschreiben. Nur selten schaffen es Copldplay, ihren Sänger aus seiner inneren Emigration heraus zu holen.

„You're always in my head“ singt Chris Martin im ersten Song auf „Ghost Stories“, er versprüht dabei aber nicht die Euphorie des frisch Verliebten. Nein, Martin hat an der Trennung von Gwyneth Paltrow zu knabbern. „Magic“, „You're a Sky Full of Stars“ oder „True Love“ sind alles wenig verschleierte Liebeserklärungen an die entliebte Ehefrau. 

Coldplay - Magic

Martin gibt den bisher larmoyantesten Schmerzensmann seiner Karriere. Bis auf das von Avicii co-produzierte „A Sky Full Of Stars“ sind Coldplays neue Songs wirkliche „Ghost Stories“ geworden: New Age trifft auf beruhigende Electronica.

Die Große Kunst daran: Martin schafft es sein persönliches Schicksal so allgemein zu formulieren, dass sich ein Song wie „Magic“ auch konträr verstehen lässt. Der Trick ist, dass sich „Ghost Stories“ klein(laut) gibt, am Ende aber über diese schillernde Große-Bühnen-Mentalität verfügen, die Coldplays große Hits ausmachen. Bis Coldplay aber wieder Songs wie „Viva la Vida“ schreiben, wird noch einige Zeit vergehen.

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