Upside Down Mountain

Upside Down Mountain

Conor Oberst

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Dass "Upside Down Mountain" sehr countrylastig ausfallen würde, war zu erwarten: Conor Oberst nahm das Album in Nashville auf, produziert wurde es von Jonathan Wilson (Father John Misty, Dawes). Man konnte aber nicht unbedingt damit rechnen, dass Obersts neue Platte so gut werden würde.

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Schließlich klangen die letzten Veröffentlichungen mit oder ohne Mystic Valley Band zuweilen ein bisschen brav (z.B. "Outer South" von 2009). Mit "Upside Down Mountain" vollzieht Conor Oberst keinen radikalen Stilwechsel, vielmehr demonstriert er, wie sehr er sich im (Alternative) Country zuhause fühlt. Gitarren aller Art (Slide, Pedal Steel, Akustik) bestimmen den Sound, der nach vielen Seiten offen ist: karibische Rhythmen tanzen durch "Hundreds of Ways", das sanfte "Zigzagging Toward The Light" mündet in lärmigen Grunge, "Kick" ist bester, fröhlicher College-Rock-Pop, obwohl der Text von JFKs Ermordung handelt. Der Background-Gesang bei allen Songs stammt vom schwedischen Damen-Folk-Duo First Aid Kit.

Conor Oberst - Hundreds Of Ways

Oberst scheint mit sich und der Welt ins Reine gekommen zu sein - ohne allzu süßlich dabei zu klingen: die skeptische, melancholische, manchmal zynische Grundhaltung ist geblieben. Nur nicht mehr ganz so negativ wie früher.  Diese Mischung hält tränentreibende Schmachtsongs wie "You Are Your Mother´s Child" und "Enola Gay" (keine OMD-Coverversion!) fern von Kitschverdacht und macht "Upside Down Mountain" zu einem der schönsten Alben des Frühsommers.

Conor Oberst - Upside Down Mountain (Stream)

Tourdaten:

11.8.2014 Hamburg, Fabrik
12.8.2014 Berlin, Postbahnhof
16.8.2014 München, Freiheiz
17.8.2014 Köln, Gloria

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