Herself

Herself

Console

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Der rastlose Martin Gretschmann hat zwischen The Notwist-Touren und Hörspiel-Produktionen nach vier Jahren Pause wieder Zeit für seine Console gefunden. „Herself“ heißt der Nachfolger zu „Mono“  

Download & Stream: 

Kaum jemand kann sich noch erinnern, aber es gab bei The Notwist mal eine Zeit ohne Martin Gretschmann. Zeitgleich mit seinem Einstieg bei den Weilheimern startete Gretschmann auch seine Karriere als Console, die zwischenzeitlich sogar besser zu laufen schien als The Notwist. Remember „14 Zero Zero“.

Mit gezielter Entschleunigung und einem überragenden The Notwist-Album hat Gretschmann Console wieder gesund geschrumpft. Erwartungen an „Herself“ sind deshalb inexistent, erleichtert ist man trotzdem, dass der Opener „She Saw“ mit seinen leichten Dubstep-Anleihen ein typischer Console-Track geworden ist. Ein wenig verträumt, ein wenig unaufgeräumt klickert und klackert es wie seit 14 Jahren im Hause Gretschmann.

Die Veränderung kommt dagegen behutsam. Sängerin Miriam Osterrieder darf wie auf „Mono“ bei einigen Songs zwischen Unauffälligkeit und Catchyness hin- und herspringen. Viel lieber noch lässt man sich aber von Gretschmann himself durch „Herself“ navigieren. Schließlich kennt er sich am besten mit der komplizierten Verkabelung seiner „Console“ aus, die man sich selbst 2010 wie den Leitstand in Ijon Tichys Drei-Raum-Rakete vorstellen muss.

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