Separate Chambers

Contriva - Separate Chambers

Artist: 
Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend

Vier Schwerbeschäftigte fanden entgegen aller Erwartungen erneut Zeit für ihre Gemeinsamkeit: Contriva. Ob Prärie-Elektronika oder Veranda-Folkpop – hier werden Schwingungen in Stimmungen verwandelt.

Ehrlich gesagt hat doch niemand mehr mit einem neuen Contriva-Album gerechnet, zumindest nicht in naher Zukunft. Auf viel zu vielen Hochzeiten tanzten Masha Qrella, Max Punktezahl, Rike Schuberty und Hannes Lehmann, um noch Zeit und Muße für Contriva zu finden. Diese Hochzeiten waren bekanntlich ja auch nicht ohne: Mina, NMFarner, Jersey, The Notwist, Saroos, Noel und die Solo-Masha. Die Vier, jeder für sich mit nachweislich ausreichend Songwriterpotential ausgestattet, fanden aber ihre gemeinsame Zeit und trafen sich zum Spiel mit dem Raum. Sie lassen diesen klingen und schicken die Noten weit hinaus, die dann von Wand zu Wand wandern und die gesendeten Schwingungen in weitläufige, träumerische Stimmungen verwandeln. Es hallt, schwebt und tanzt in jeder Ecke. Eine Kopplung und eine Bewegung winden sich durch die Delayspirale, bis beide von oben wieder runterspringen – wie in Zeitlupe fallen sie, metertief und landen sanft. Alles ist leicht und nicht ganz so schwermütig wie der bereits drei Jahre zurückliegende Vorgänger "If you had stayed...". Man hört die Masha-Melodien, es knarzt hier und da ein NMFarner-Bass. Die Leichtigkeit von "Separate Chambers" zieht sich aber leider im letzten Drittel der knapp 45 Minuten. Das hier zu hörende „Bluebottle“ gehört noch zu den ersten zwei Dritteln. (bb)

Teile diesen Beitrag und like TONSPION, um keine wichtigen Musik News, Video-Premieren, exklusiven Streams oder kostenlose MP3 Downloads zu verpassen:

Ähnliche Künstler

Ähnliche News

Tonspion beim Festival Internacional de Benicassim pt. II

Tonspion beim Festival Internacional de Benicassim pt. II

Wir erinnern uns: Wohlverdient macht der Tonspion Urlaub und fährt für Festivalfreude nach Spanien. Für alle, die seine sanft drückende Promotion und die schicke Compilation nicht überzeugen konnten: Teil II seines, unseres FIB-Berichtes.