Raop

Raop

Cro

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Knapp 22 Millionen Views für „Easy“ - An Cro kommt man dieses Jahr nicht vorbei. Den einen gilt er als Erneuerer des Hip-Hop, den anderen schon vor Albumrelease als Verräter. Was stimmt denn jetzt? Und was hat das alles mit Pop zu tun?

Seit „Easy“ ist alles easy für Cro, wäre da nicht die ständig wachsende Gemeinde der Neider und Hater, für die der selbsternannte „King of Raop“ nicht „real“ genug ist. Sie machen dabei einen Fehler: Cros Verwurzelung in der Hip-Hop-Kultur ist bei allen Sido und Kool Savas-Bezügen nur ein Ausgangspunkt für Popmusik. Und von dieser Warte aus funktioniert Cros lässig-entspannter Singsang-Flow, sein „Raop“ als Mischung aus Rap und Pop, ganz hervorragend.

Cro - Easy

Passend dazu sampelt Cro eben lieber Iggys „The Passenger“ als alte Funkplatten, baut seine Beats so straight wie Rocksongs, statt der Orthodoxie des Boom-Bap zu folgen. Dass so etwas in der konservativen Hip-Hop-Welt auf Gegenwind stößt, versteht sich von selbst. Cro ist also gut beraten, wenn er sich lieber mal mit den Fantastischen Vier an einen Tisch setzt, als mit Automatikk Picaldi-Jacken kaufen zu gehen.

Cro - Du

Ähnlich wie Casper hat Cro in jedem Fall die in ihrem Gangsterhabitus erstarrte deutsche Hip-Hop-Welt wachgerüttelt. Er kommt dabei aus einer anderen Richtung als Casper, trifft aber die gleichen ins Herz: Indiekids, die sich an Rap-Meisterwerke wie „Blauer Samt“ nicht mehr erinnern können (Cro schon!), und deshalb viel unverkrampfter als die Hip-Hop-Heads an „Raop“ herangehen können. Ob mit oder ohne Pandamaske, der Sommer und Cro sind wie gemacht füreinander und 2012 kommt keiner an dieser Kombination vorbei, auch ihr nicht!

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