Endless Flowers

Endless Flowers

Crocodiles

Redaktionswertung: 
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gut
sehr gut

Freitag ist frei, Sonntag scheint die Sonne – Wenn man den Crocodiles auf ihrem mittlerweile dritten Album zuhört, könnte das Leben so einfach wie für Herrn Taschenbier sein. Aber erstens haben die Crocodiles keine blauen „Wünsch dir was“-Punkte im Gesicht, und zweitens hat ihr „Sunday“ den alles andere als kinderfreundlichen Zusatz „Psychic Conversation #9“.

Die Begeisterung der Band aus San Diego für zackige Hooks und rotzige Gesangslinie, für die sich auch Julian Casablancas begeistern könnte, hat aber durchaus etwas kindlich Unbefangenes. „Endless Flowers“ klingt so erfrischend nach „Einfach loslegen, machen“, ohne doppelten Boden und ideologischen Überbau, dass sie damit im momentan etwas verkopften Indiediskurs zwangsläufig herausstechen.

„Endless Flowers“ ist Musik für herunter gelassene Fenster, wenn die Sonne ins Gesicht brennt und nur noch 200 Kilometer bis zum nächsten Festivalzeltplatz zu absolvieren sind. Und der Kumpel vom Kumpel auf der Rückbank zum dritten Mal „Die Eier von Satan“ fehlerfrei zitiert. Nur dass die im Fall von Crocodiles „My Surfing Lucifer“ heißen, aber nicht weniger klischeehaft den Satan als einen Meister aus Deutschland charakterisieren. Es ist der einzige etwas misslungene Song eines durchgängig sympathisch rumpelnden Popalbums, mit dem man die Crocodiles nur noch auf ein paar Festivals einladen müsste - „Denn hier gehör'n se hin“, die Krokodile und nicht ins Kaperletheater.

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