Happy Hollow

Cursive - Happy Hollow

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Geschrumpft auf ein rein maskulines Quartett und herangewachsen zu einem musikalischen Meilenstein, übertreffen sich Cursive selbst. Spätestens mit diesem Album haben sie ein Denkmal auf Omahas Marktplatz verdient.

„Happy Hollow“ ist das neuste Album, das uns aus dem seit längerer Zeit so gehypten Omaha erreicht. Tim Kasher und seine kreativen Kumpanen haben sich zeitweilig die Zähne an dem Nachfolger von „The Ugly Organ“ ausgebissen. Dieses war bekanntlich der Durchbruch für Cursive, der aber auch seine negativen Folgen mit sich brachte: Du bespielst die ganze Welt und bist eine halbe Ewigkeit nicht mehr daheim. Cellistin Greta, die stets Lisa-Simpson-like in der Mitte der Bühne ihre Zöpfe schüttelte, stieg aus und alles stand Kopf. Aber Cursive wären nicht Cursive, bäumten sie sich nicht wieder auf, um sich selbst zu toppen. Die Einsätze neuer Instrumente und Effekte sind mehr als ein Surrogat für das Cello, sie sind besser! Insbesondere die Bläserarrangements sind erstklassig. Alles wirkt pointierter und das Songwriting ausgefeilter und ausgeklügelter als je zuvor. Der Clou: Cursive bleiben dabei leichtfüßig, unverkrampft und jugendlich stürmisch. Kraftvoll und bluesig, hauchzart und schräg. Und was dabei niemals auf der Strecke bleibt: die poppigen, sich im Ohr verheddernden Melodien. Robert Smith weiß ein Lied davon zu singen... Neben „Dorothy At Forty“ gibt es auf der Homepage der Band noch ein weiteres Stück des neuen Albums for free. Das Album enthält 14 Songs, die alle mehr denn je nach Cursive, also unvergleichbar, klingen. Die Zeit ist reif für ein Denkmal auf Omahas Marktplatz. (bb)

Cursive

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