In Ghost Colours

Cut Copy - In Ghost Colours

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Schon erstaunlich, welche Releases einem jenseits des Internets entgehen. Die autralische Band Cut Copy hat hierzulande offiziell noch kein Album veröffentlicht. Dabei war ihr grandioses Debüt vielleicht eine der besten Platten der letzten drei Jahre. Beim zweiten Mal wird das hoffentlich anders. Der Vorbote im Web verspricht Großes.

Nach "Bright Like Neon Love" wird auch das zweite Album "In Ghost Colours" Anfang 2008 mit dem Qualitätslabel Modular erscheinen. Der Single "Hearts On Fire" leakte schon im Sommer durchs Netz - eine Ode an die Pop-Ästhetik von New Order. Aber eben so inszeniert, dass sich der Track nicht nur als ein fadens Rip-Off präsentiert. Davon kann man sich übrigens auch auf anhand von "Future" überzeugen, ebenfalls ein Song von der ersten Platte.

Mit dem hier vorgestellten Stück, das auf dem neuen Album enthalten sein wird, verhält es sich schon etwas schwieriger. Er kann nicht mit der große Stärke Cut Copys aufwarten, sich behutsam arrangiert direkt ins Hirn zu grooven. Stattdessen lotet "So Haunted" die Grenzen zwischen Nervosität und einer gewissen Belanglosigkeit aus. Bis zum furiosen Break gegen Ende des Trackes, der das alles wieder konterkariert: da ist sie wieder, die typische Cut-Copy-Tonalität, die man hinsichtlich Flow und Tiefgang in den letzten Jahren schmerzlich vermisst hat.

Bei dieser Bewertung klingt noch das Debütalbum in den Ohren, zugegeben. Die fünf Punkte sind also Vorschusslorbeeren für den kommenden Longplayer, dessen ersten beiden Auszüge erneut wieder beeindrucken. Aber im Februar wird´s an dieser Stelle konkreter, versprochen.

Jan Schimmang / tonspion.de

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