From Filthy Tongue Of Gods And Griots

From Filthy Tongue Of Gods And Griots

Dälek

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Ein HipHop-Act auf Mike Pattons Ipecac-Label. Das ist so überraschend wie selbstverständlich. Denn so stiefmütterlich, wie andere Ipecac-Acts das Konzept Rock behandeln, so rücken Dälek auf ihrem neuen Album dem HipHop zu Leibe.

Beat ist da, Raps sind da. Doch wo anderen HipHop-Acts das schon reicht, beginnen Dälek erst damit, Samples und Soundscapes aufzuschichten. Die Band aus New Jersey bringt einerseits klassisches Songwriting in den HipHop, entwirft auf der anderen Seite filmmusikhafte Skizzen. Hat dabei keine Angst vor einem beatfreien Zwölfminüter, bastelt sanft geschwungene Spannungsbögen und erlaubt Atempausen. Und obwohl das alles jenseits des Dickere-Beats-Schnellere-Raps-Zwangs nicht nur der US-HipHop-Szene geschieht, können Dälek mit Leichtigkeit auch mächtige Beatmonster wie eben "Speak Volumes" aufmarschieren lassen. In der Tradition von Acts wie Company Flow oder Anti Pop Consortium stehen sie damit eher nicht auf der unglaublich erfolgreichen, auf jeden Fall aber auf der guten Seite. (sc)

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