Danzig

Danzig

Seit dem Jahr 1988 veröffentlich die Hardrock-Band Danzig kontinuierlich neue Alben: Frontmann Glenn Danzig wird von seinen Fans schon fast kultisch verehrt.

Als Glenn Danzig mit seinem Debütalbum auf der Bildfläche erschien, wurde er als neuer Jim Morrison gefeiert: düster, gefährlich und dabei unglaublich sexy. Nicht ganz unbeteiligt daran, war sein damaliger Produzent und Förderer Rick Rubin.

30 Jahre später ist er nun bei Elvis gelandet und klingt dabei erschreckend nach einem abgehalfterten Las Vegas-Double des Kings. Auf "Danzig Sings Elvis" interpretiert Glen Danzig einige Songs von Elvis Presley, schafft es aber nicht, den alten abgenudelten Songs noch einmal Leben einzuhauchen. 

Video: Danzig - Baby Let's Play House

Biografie Danzig

1987 wird Danzig vom Metal-Musiker Glenn Danzig, geboren als Glenn Allen Anzalone, gegründet. Es handelt sich bereits um die dritte Band des Künstlers nach den Misfits und Samhain, die ihm nach jahrelangem Musikmachen endlich den kommerziellen Erfolg bescherte. Von der ursprünglichen Besetzung, die aus drei weiteren Musikern bestand, ist heute kein Mitglied mehr übrig. Die Besetzung von Danzig wechselte über die Jahre mehrere Male, jedoch waren immer ein Gitarrist, ein Bassist und ein Schlagzeuger involviert. Der Mitgliederverschleiß gerät zum Running-Gag in der Musikwelt, denn neben Danzig standen  bereits unter anderem Mitglieder von illustren Acts wie Alice In ChainsType O NegativeMinistry, Prong, Social DistortionQueens Of The Stone Age, Agnostic Front, Rob Zombie und Ozzy Osbourne.

1988 erschien dann auch das erste selbstbetitelte Album der Band, das von Rick Rubin (Slayer, Adele, Eminem uvm.) produziert wurde. Dieser besuchte bereits Konzert von Glenn Danzigs vorheriger Band Samhain und war damals so begeistert, dass er den Musiker überreden wollte, Sänger von einer Supergroup zu werden, die Rubin zusammenstellen wollte. Das kam für Glenn Danzig aber nicht in Frage, da er seinen Freund und Bassisten Eerie Von miteinbeziehen wollte. Daher gründete er einfach seine eigene Band unter seinen Nachnamen Danzig. Der Ehrgeiz von Glenn Danzig ist mittlerweile berüchtigt, so ist er einerseits Kultfigur und andererseits Reizfigur geworden. Sein Wesen beschreibt ein Zitat von ihm deshalb ziemlich gut: 

"Musikalische Begabung allein ist ein Fluch. Es sind vor allem Verlockung und Durst, die den Hunger füttern, der im Inneren des Künstlers brennt."

Nach der Release des Albums "Danzig" tourte die Band um die ganze Welt, unter anderem im Vorprogramm von Slayer und Metallica. Danzigs Debütalbum ist weltweit die kommerziell erfolgreichste Platte der Band. Einige Jahre nach der Veröffentlichung wurde es erst mit Gold und kurz darauf mit Platin ausgezeichnet. Im Sound finden sich Glenn Danzigs Faszination für Okkultismus, B-Movies sowie Dämonisches wieder, seine Idole sind Elvis Presley oder Jim Morrison von The Doors, was ihm kurzzeitig den Spitznamen "Evil Elvis" einbringt.

Video: Danzig - Mother

1990 veröffentlichen Danzig ihr zweites Album "Danzig II: Lucifuge". Mittlerweile hatte Rick Rubins Engagement für die Band nachgelassen und so wurde das dritte Album der Band ohne ihn produziert. Die Beziehung von Glenn Danzig und Rubin verschlechterte sich drastisch und so verließ Danzig das Label des Produzenten im Jahr 1994.

1994 begann die Band dann auch auseinanderzubrechen und Glenn Danzig musste sich um neue Mitglieder bemühen. Diese fand er nach einiger Zeit, jedoch waren sie nicht so wirklich an der Produktion eines neuen Albums beteiligt. Dafür lernt er ein weiteres Idol kennen: Johnny Cash. Dieser nimmt seinen von Danzig für ihn geschriebenen Song "Thirteen" auf sein "American Recordings"-Album.

1996 brachte Danzig seine fünfte LP "Blackacidevil" heraus, die er so gut wie allein aufnahm und einspielte. Nur an drei Songs des Albums waren weitere Musiker beteiligt. Das experimentelle Werk sollte ein kommerzieller Flop werden. Anschließend folgte ein Rechtsstreit mit Rick Rubin und seinem Label American Recordings um die Rechte an unveröffentlichtem Material der Band, den Danzig am Ende gewinnen konnten. Es folgten zahlreiche weiter Alben und ausgiebige Touren der Metal-Formation.

2008 starteten Danzig eine Jubiläumstour zum 20.-jährigen Geburtstags ihres Debütalbums. Auf dem 2015 erschienenen Album "Skeletons" erfüllt sich Danzig einen Traum und covert viele Songs seiner musikalischen Helden wie Aerosmith, ZZ Top und Elvis, dem er 2020 schließlich mit "Danzig Sings Elvis" ein gesamtes Album widmet.

2019 tritt der politisch streitbar Danzig als Regisseur auf, doch sein Anthologie-Horrorfilm "Verotika" erhält miese Kritiken und viel Spott. Auch "Danzig Sings Elvis" wird von den meisten Kritikern verrissen und die Corona-Krise macht die Tourpläne von Danzig 2020 ebenfalls zunichte. Einer der charismatischsten Rocksänger, der im Bariton und Tenor brillieren kann, bleibt Glenn Danzig aber allemal.

Video: Danzig - How The Gods Kill

Diskografie Danzig

1988: Danzig
1990: Danzig II: Lucifuge
1992: Danzig III: How the Gods Kill
1994: Danzig 4
1996: Danzig 5: Blackacidevil
1999: Danzig 6:66: Satan's Child
2002: Danzig 777: I Luciferi
2004: Circle of Snakes
2010: Deth Red Sabaoth
2015: Skeletons
2017: Black Laden Crown
2020: Danzig Sings Elvis

Danzig Tour 2021

31.07.2021 MÜNCHEN, Circus - Krone - Bau Tickets
03.08.2021 WIESBADEN, Schlachthof Wiesbaden Tickets
04.08.2021 KÖLN, E-Werk Köln Tickets

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Letzte Änderung: 11.06.2020