Dardy Luther King Cover Dardan

Dardy Luther King

Dardan

Redaktionswertung: 
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Nach seinem gefeierten Mixtape-Debüt greift der Stuttgarter Rapper Dardan gleich mit einem Triplett-Album wieder an. Das gibt einen großzügigen Einblick in sein Schaffen, leidet aber unter seiner Länge.

"Dardy Luther King" liegt ein ungewöhnliches Releasekonzept zugrunde: Eingeläutet wurde es durch die Veröffentlichung von "Dardy Luther King (Pt. I)" im März, fortgesetzt über "Dardy Luther King (Pt. II) im Juli und schließlich vergangene Woche mit dem Mini-Album "Hypnotize" abgeschlossen. Einzeln betrachtet sind alle dieser Teile mit Spielzeiten zwischen sieben und neun Tracks recht kompakt geraten, zusammengenommen kratzen sie aber an der 25 Tracks-Marke - und so ist schließlich die Lesart des Ganzen.

Video: Dardan - "Facetime"

Ganz schlüssig ist diese Logik nicht, nehmen sich die einzelnen Teile doch soundmäßig nicht allzu viel. Einen roten Faden sucht man vergeblich und ob man die Trilogie nun am Stück oder im Shuffle-Modus hört, ist unerheblich. Viel mehr führt Dardan den Mixtape-Spirit von "Hallo Deutschrap" fort und spielt seine musikalischen Facetten von Song zu Song unterschiedlich aus. Melodiöse Flows wechseln sich mit kompromisslosem Straßenrap ab, Ohrwurm-Autotunehooks mit Waffen-Adlibs, humorvolle Punchlines mit bösen Ansagen an die restliche Szene.

Hoch anzurechnen ist Dardan, dass er auf lange Sicht auch nur mit seinen Skills bewaffnet bestehen könnte. Zwar bietet er ein dick bepacktes Füllhorn an Features mit Stars der Stunde und bedient sich auch an angesagten Hypes, sein eigenes Talent blitzt aber in jedem straight gerappten Sechzehner durch. Zu blenden hat Dardan also nicht nötig - er müsste sein Schaffen nur noch präzise auf den Punkt bringen.

Video: Dardan - "Wakka Flocka Flame"

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