Me Moan

Me Moan

Daughn Gibson

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Völlig cool brummt Daughn Gibson mit seinem Bariton zu eigenwilligen Songs. "Me Moan" nennt er sein zweites Album, das bei all seinem Facettenreichtum absolut eingängig bleibt und Komplexität locker und leicht serviert.

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Josh Martin alias Daughn Gibson ist ein lässiger Typ. Der Musiker aus Pennsylvania hat unter anderem schon als Trucker gearbeitet und weiß, wie es sich anfühlt, in unklimatisierten Lagern schwere Pakete zu schleppen. Vielleicht gibt er sich deshalb so leichtfüßig bei seinen Songs, lässt Dudelsack ("Mad Ocean") und Slide-Gitarre mit einer faszinierenden Normalität erklingen. Im Vergleich zu dem Debüt "All Hell" klingt "Me Moan" aufgeräumter, in ihren Strukturen bleiben die Songs jedoch komplex.

Mit der Hilfe von John Baizley (Baroness) und Jim Elkington (Brokeback) hat Gibson "Me Moan" eingespielt und dockt mit Album Nummer zwei beim ehrwürdigen Label Sub Pop an. Mit Elvis-Stimme styled und sampelt Gibson seinen Sound aus Pop, Folk, Rock’n’Roll und Blues zusammen, liegt mit seinen Songs zwischen Scott Walker und Nick Cave. "Me Moan" besitzt die Verschwommenheit einer heiß verschwitzen Sommernacht, wo am nächsten Morgen nicht ganz klar ist, was Traum und was Realität war. Gibson zieht aus der Desorientierung seine Stärke, und ist genauso vintage wie visionär.

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