Dead Can Dance - Dionysus

Dead Can Dance - Dionysus

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Die Gothic-Ikone Dead Can Dance huldigt auf ihrem ersten Album seit sechs Jahren dem Dionysus-Kult: Dem Gott der Fruchtbarkeit bringen sie allerlei Gaben in Form von Naturgeräuschen, exotischen Instrumenten und Heavenly Voices dar.   

Hypnotisch trommelnd beginnt das neunte Werk der Dark-Wave-Legende, die sich auf diesem Album dem Dionysus-Album in zwei Akten widmete: Der erste 16 Minuten lange "Act I: Sea Borne – Liberator Of Minds – Dance Of The Bacchantes" und der "Act II: The Mountain – The Invocation – The Forest – Psychopomp" umkreisen das Thema mit exotischer Folk-Instrumentation und fremdartig klingenden Geräuschen. Mastermind Brendan Perry flicht Bienensummen und Schafsgeblöke ein, er bedient sich persischen Trommeln sowie slowakischen Flöten, um dem Gott der Fruchtbarkeit möglichst üppig und überladen zu huldigen.

So kündigen bereits die ersten Töne die Ankunft des Gottes an, der für Wein, Wahnsinn und Ekstase steht: Der Dionysus-Kult scheint also wie gemacht für Dead Can Dance, die schon immer mit ethnischen Stilen spielten, mittelalterliche Klänge genauso in ihrem einzigartigen Sound verwoben wie Neoklassik oder Gothic Rock. Und Lisa Gerrards tiefe wie klare Stimme wird von den Fans sowieso als göttlich bezeichnet.

Musikalisch klingt "Dionysus" trotz seiner vielen Anleihen bei orientalischer wie osteuropäischer Musik sehr vertraut und fügt dem Werk der Band, die seit den frühen 80er Jahren unterwegs ist, keine wirklich neuen Facetten hinzu. Dead Can Dance verlieren sich im vielmaschigen Weltmusik-Prinzip und verlieren ihre Fähigkeit zwingende Melodien zu kreieren.

Dead Can Dance werden mit ihrem neuen Album im kommenden Jahr auf Tour sein und für fünf Konzerte nach Deutschland kommen. Als Unterstützer der umstrittenen "Artists For Palestine"-Bewegung tritt die Band übrigens weiterhin nicht in Israel auf, was ihnen zuletzt einige Kritik eingebracht hat. Mastermind Brendan Perry begründete seinen Boykott damit, dass er noch nie in Israel gespielt habe mit der fortgesetzten Unterdrückung Palästinas. Kritiker entgegnen, dass seine Fans in Israel ebenso wenig für die Nahostpolitik verantwortlich gemacht werden können, wie amerikanische Fans für ihren Präsidenten. Zudem wirkt diese Argumentation angesichts des weltoffenen Weltmusik-Charakters der Dead Can Dance-Musik sehr befremdlich.

Dead Can Dance – Live 2019

16.05.19 – Berlin, Tempodrom 
17.05.19 – Berlin, Tempodrom 
16.06.19 – Frankfurt, Alte Oper 
18.06.19 – Bochum, Ruhrcongress 
19.06.19 – Bochum, Ruhrcongress 

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