Idealistic Animals

Dear Reader - Idealistic Animals

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Dear Reader sind in der Zwischenzeit geschrumpft, ihr Sound hat auf „Idealistic Animals“ aber an Größe gewonnen. Optimistischer als Cheryl MacNeil hat schon lange niemand mehr die dunklen Seiten des Lebens beleuchtet.

Seit dem Release von „Replace Why With Funny“ sind gerade einmal zwei Jahre vergangen, für Cheryl MacNeil genug Zeit alles auf den Kopf zu stellen und sich von ihrem musikalischen Dear Reader-Partner Darryl Torr zu trennen. Als Soloprojekt führt Cheryl MacNeil Dear Reader von ihrer neuen Heimat Berlin aus fort, und Südafrika ist damit höchstens noch eine Randnotiz in der Biographie der Band.

Elf Songs, jeder nach einem Tier benannt, mit dem gefräßigsten Tier in der Mitte: dem Menschen. Nach unserem nächsten Verwandten, dem „Monkey“ ist einer der eindrucksvollsten Songs des Albums benannt. Was wie ein süßliches Liebeslied beginnt, verwandelt sich zu einer „Hau Ab“-Hymne, deren Intensität einem eine gehörige Portion Angst einjagt. Die Nonchalance, mit der Cheryl MacNeil die Abgründe ihrer extrem religiös geprägten Jugend auf „Idealistic Animals“ durchschreitet, nötigt einem nicht nur Respekt ab – sie ist auch betörend schön.  

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