Offend Maggie

Offend Maggie

Deerhoof

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Es verwundert schon ein wenig, dass Simpsons-Papa Matt Groening, der große John Peel und Yeah Yeah Yeahs’ Karen O sich alle gleichsam als große Fans dieser Band geoutet haben. Denn Konsens und Harmonie klingen anders.

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Und schon wieder beschweren sich die Nachbarn mit den Worten: „Mach endlich diesen Lärm aus, das hält ja kein Schwein aus!“ Stimmt, einem Schwein möchte man Deerhoof auch nicht vorspielen, viel zu gehaltvoll und gut ist nämlich das, was da auf dem neusten Werk des Trios erklingt. Rock, der an Nerven sägt, in die Beine grätscht und in seiner gesamten Schrägheit doch durch eines zu überzeugen weiß: den Wierdo-Pop.

„Offend Maggie“ rockt wie Sau und schrammt stets am Schiefen entlang, swingt dabei aber ganz charmant und elegant durch die Gegend. Das erinnert an Blonde Redhead, Xiu Xiu und Sonic Youth und macht Laune, weil Satomi Matsuzaki, John Dieterich und Greg Saunier so freimütig die Grenzen ausloten, in denen der Indierock und Avantgarde-Pop sich selbst eingekesselt haben. Also, werte Nachbarn, da müsst ihr verdammt noch einmal durch! Denn Deerhoof legen keinen Wert auf Harmonie und Einmütigkeit.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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