Die Pfütze des Eisberges

Die Pfütze des Eisberges

Dendemann

Redaktionswertung: 
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Wie das häufig so ist: ein Talent wächst heran, findet größeres Gehör, doch der nächste Schritt zieht sich unerwarteterweise hin. Dendemann, Mr. Geschichtenerzähler des deutschen Hip Hop, brauchte drei Jahre für sein Solo-Debüt. Geschadet hat es nicht.

Daniel Ebel, so Dendemann bürgerlich, galt eine Zeit lang als das Wunderkind des deutschen Hip Hop. Um 2000 rappte er mit DJ Rabauke an den Turntables alles an die Wand; Eins Zwo hieß das Projekt, das einige Erfolge mit seinen zwei Alben verbuchen konnte. Dendemanns schnoddrige, aberwitzige und übermütige Art zu Rappen und zu Reimen war markant. Und sie sind es noch heute. „Die Pfütze des Eisberges“ heißt sein lang erwartetes Solo-Debüt-Album, das Anfang September nach mehrmaligem Verschieben erschien. Prollstyle und Poesie ergänzen sich ganz vorzüglich darauf. Die Geschichten des gebürtigen Sauerländers gehen über plumpe Anmachen und Profil-Aussagen hinaus. Der Flow ist noch immer faszinierend, sicherlich auch für Skeptiker des deutschen Sprechgesangs. Um die Beats kümmerte sich maßgeblich das Duo Jansen & Kowalski und die Audiotreats. Und Dendemann ist wieder einmal nicht kleinlich: diesmal schenkt er uns seinen Song „Ersoichso“. (jw)

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