Derbe

Derbe

Denyo

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Hipster-Alarm in Hamburg. Beginner-Drittel Denyo ist nach sechs Jahren Auszeit zurück mit neuem Album, fusseligem Bart, künstlerischen S/W-Visuals und passendem, stark elektronisch geprägtem Sound.

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Für den hat sich der experimentierfreudige Neu-Berliner in seiner Radioshow "Top Of The Blogs" inspirieren lassen, in der er wöchentlich auf N-Joy die neuesten Underground-Helden der Soundcloud-Generation vorstellt. Dementsprechend geht auch "Derbe", Denyos viertes Soloalbum, kompromisslos mit der Zeit und lässt die Elbstadt der 90er und 00er weit hinter sich. Von dort aus geht's für Dennis Lisk Richtung Low Bass und Autotune.

Die Einflüsse aus dem Klangkosmos von FKA twigs, AlunaGeorge und Co. werden dabei mit frickeligen, rumpelnden oder pochenden Future Beats schnell deutlich - zu sehr vielleicht, denn ein Kritikpunkt der Platte ist, dass sie sich einen Tick zu offensichtlich an topaktuellen Trends des Zeitgeistes orientiert.

Löst man sich aber von der Erwartungshaltung, die man im Allgemeinen so an ein Rap-Album hat - insbesondere von einem waschechten Deutschrap-Urgestein wie Denyo -, entwickelt sich "Derbe" nach einer gewissen Eingewöhnungsphase durchaus zu einem klanglichen Genuss, zumal Denyos Leidenschaft für Musik und Liebe zu Detail in jedem Song hörbar ist. Gerappt wird übrigens auch, und Beginner-Kollege Jan Delay, Sido und Torch eben sich ebenfalls die Ehre.

Denyo in space - kommt zwar nicht ganz so "Derbe", wie der Titel verspricht, kann man aber auf jeden Fall machen. Gut sogar.

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