Depeche Mode – Construction Time Again

Depeche Mode - Construction Time Again

Redaktionswertung: 
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Auf ihrem dritten Werk verbinden Depeche Mode 1983 erstmals Sampling-Technik mit melodiösem Synthie-Pop. So wird "Construction Time Again" zum neuen Trademark der Band und zu ihrem letzten echten Indie-Album.

Nur ein Jahr nach dem verträumten – und gefloppten – "A Broken Frame" präsentieren sich Depeche Mode auf "Construction Time Again" von einer neuen Seite und wechseln zu einem industrielleren, härteren und kompromissloseren Sound, der hörbar von den Einstürzenden Neubauten inspiriert ist.

Es ist ein erster Wendepunkt in der musikalischen Ausrichtung der Band, ehe sieben Jahre später mit "Violator" der nächste folgt. Depeche Mode setzen mit diesem Album eine Marke und manifestieren einen einzigartigen Sound, der bis heute im Kern aller DM-Produktionen enthalten ist. 

Zwar ist "Everything Counts" der bekannteste Song des Albums, doch sticht gerade "Pipeline" heraus. Die Nummer besteht aus Samples, und das ist etwas, das für die Band und das Genre neu ist. Aufgenommen wurden für das Stück Instrumente, aber auch durch Alltags- und Metallgegenstände erzeugte Geräusche.

Dem Geschmack des breiten Publikums sind Gahan, Gore, Fletcher und Wilder damit weit voraus, erst Jahre später wird so richtig klar, was die Band mit diesem Album geschaffen hatte: Etwas absolut Innovatives mit einem massiven Einfluss auf vieles, das danach kam und heute noch kommt.

„Construction Time Again“ ist übrigens die erste Platte, an der Alan Wilder als Bandmitglied beteiligt war. Von ihm stammen die Nummern „The Landscape Is Changing“ und "Two Minute Warning. Damit schloss er erfolgreich die Lücke, die Vince Clarke bei seinem Weggang 1981 hinterlassen hatte.

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