DePhazz – Black White Mono

DePhazz - Black White Mono

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Ein klassisches Statement zum 20-jährigen Jubiläum: Mit Klasse und Kniefall vor der eigenen Bandgeschichte vermengen DePhazz auf "Black White Mono" Sampling, Bossa und Elektro-Funk miteinander. Man kann das altmodisch nennen oder aber einfach erfahren.

Seit 20 Jahren macht DePhazz aus dem beschaulichen Heidelberg unaufgeregten Jazz-Pop, der sich von Album zu Album in verschiedene Richtungen schlängelte, gemäß dem Motto des Namens DePhazz: Dies ist eine Abkürzung für 'Destination Future Jazz' und jedes Album sollte andere Musikstile bearbeiten.

Ihr bekanntester Hit war 1999 der Bossa-Nova-Ohrwurm "The Mambo Craze" und von Trip-Hop-Anfängen mit Drum’n’Bass-Anleihen über Bossa-Brazil-Swing bis hin zu Lounge-Bar-Pop hat der Dreierkern der Band mit den Sängern Pat Appleton und Karl Friersen sowie Effekt-Meister Pit Baumgartner alle Spielereien im Lässigen längst durchgespielt.

Video: Spoiled

Mit "Black White Mono" hat sich DePhazz seinen geschmackssicheren Sound zur idealen Geburtstagsparty gleich selbst mitgebracht: Hier kann jeder mitfeiern – der Onkel wie der Hipster oder die Kiddies. Ausgeschlossen sind Gäste, die den Dreck und das Chaos in der Musik zu schätzen wissen, der hat in den aufgeräumten, durchgestylten Songs von DePhazz keinen Platz

Auch wenn ein Lied "I Smell A Rat" heißt: Aber auch hier findet sich lediglich in Perfektion ein sanftes Soul-Stück mit leicht angedreckter Stimme a la Billie Holiday wieder. "Silent Lamb" erinnert dann zwar an Massive Attack, doch der Trip-Hop-Rhythmus ist zurückgenommen und niemals aggressiv. Es dominieren die durchaus gefällig poppigen sowie gehaucht jazzigen Songs mit extrem professionellen Sound-Experimenten in Richtung French Spoken Word, Dub oder Electro-Funk.

"Black White Mono" ist ein leicht klingendes Album geworden, unter dessen scheinbar glatten Oberfläche dann aber doch viel Komplexität schlummert und auf dessen spiegelglatten Oberfläche man ebenfalls gut ein Cocktail-Glas abstellen kann.

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