Hoologans & Tiny Hands

Hoologans & Tiny Hands

Der Hund Marie

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

In Tomtes Hintergrund, an der Seite von Olli Schulz und an einem schattigen Plätzchen der Hansen-Band, dort versteckt sich Der Hund Marie. Sein Soloalbum zeigt, wie essentiell der vermeintliche Hintergründler für diese Bands eigentlich ist.

Selbst die schmierigen Gazetten kennen ihn, den Hund namens Marie. Nur wahrscheinlich nicht unter diesem Pseudonym, sondern schlicht als den Lebensgefährten einer bekannten deutschen Schauspielerin. Noch weitaus unwahrscheinlicher ist, dass jene in ihrer penetranten Neugier nach der Intimsphäre von in der Öffentlichkeit stehenden Personen der Musik von Max Martin Schröder Beachtung schenken. Und das ist auch besser so. Den Kopf aus, dem Bauch vertrauend und das Intuitive aus dem Herzen sprudeln lassend, danach klingt Max vertonter und nun veröffentlichter Ausflug aufs Land. Nur kurz nahm er sich eine Auszeit, streunte irgendwo im Norden auf dem Land herum und spielte dort das von ihm komplett allein fabrizierte „Hooligans & Tiny Hands“, ein Popalbum der ganz besonderen Art, ein. Pop, der von der Innenseite kommt, mit ganz viel Fingerspitzengefühl und einem musikalischen Gespür für die gewissen Momente. Außer- ordentlich berührend und schön! Und wie kann man nur mit so wenigen, einfachen Worten soviel sagen? Eine atmosphärische, tief greifende und unprätentiöse Platte, die vielleicht das Beste ist, was bis dato auf dem Grand Hotel Van Cleef veröffentlicht wurde. Nein, ganz sicher. (bb)

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