Dirty Projectors – Lamp It Prose

Dirty Projectors - Lamp It Prose

Redaktionswertung: 
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Es fiept, trompetet und trällert aus allen Ecken dieses Albums: Dirty Projectors haben mit "Lamp It Prose" ein Album voller Sonnenschein und Sound-Experimenten geschaffen, das sich irgendwo zwischen Paul Simon und Thundercat gemütlich einrollt und ein wenig mit seinem Einfallsreichtum prahlt.

Das Album beginnt dem charmanten folkigen Track "Right Now (feat. Syd)", der durch eigenwillige Trumpets einen faszinierenden Sog entwickelt. Doch schon beim zweiten Lied "Break-Thru" beginnen diese Geräusch-Experimente ein wenig zu nerven und der Putzigkeits- bzw. Schrulligkeitsfaktor wird etwas überstrapaziert.

Video: Break-Thru

Diese nun gezeigte und gespielte demonstrative Fröhlichkeit überrascht dann doch, war das letzte Album vom quälenden Trennungsschmerz von Mastermind David Longstreth geprägt. Nun also quäkende Instrumente und Songtitel wie "I Feel Energy", "Right Now" oder"Feel It Again".

Zur Heilung beigetragen haben die Kollaborateure und Komplizen Syd von The Internet, die Haim-Schwestern, Rostam Batmanglij und Robin Pecknold von den Fleet Foxes sowie die neue Soul-Sensation Amber Mark, die dem Track "I Feel Energy" einen Hauch Motown verleiht.

Der Spirit von Prince geistert ebenfalls in dem Track herum und in genau solchen Momenten offenbart sich die Kraft des Albums: Wenn sich die Konzentration auf eine starke sowie spielerische Melodie legt und nicht auf die wahllose Ausplünderung des musikalischen Spielzeugladens.

Dirty Projectors – Lamp It Prose

Dirty Projectors

Hinter dem Projekt Dirty Projectors steckt in erster Linie David Longstreth aus Brooklyn: Er ist der Mastermind, der Musik macht, die mal als Weird Folk, Indierock oder Art-Pop firmiert.

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