Dumb Luck

Dumb Luck

Dntel

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

"Live is full of possibilities". Der Titel von Dntels letztem Album mag schon sechs Jahre auf dem Buckel hat, er hat immer noch Bestand. Auf "Dumb Luck", Dntels drittem Album, wandelt James Tamborello gewohnt sicher zwischen Pop, Folk und Elektronika.

Knapp sechs Jahre hat Tamborello am neuen Dntel-Album gearbeitet. Normalerweise kein gutes Zeichen. Gerne versinken Platten, an denen so lange gedacht und geschrieben wurde, in den pompösen Artikulationen eines übermächtigen Ego. Nicht so bei James Tamborello, der in den letzten sechs Jahren natürlich nicht ausschließlich an "Dumb Luck" gearbeitet hat. Schließlich ist er ja noch eine Hälfte von Postal Service und erfreute uns letztes Jahr mit dem Techno und Pop versöhnenden Figurine-Album "Mistake, Mistake, Mistake, Mistake". Tamborello zieht sich auf "Dumb Luck" zurück ins Private, fokussiert auf Beziehungen und deren Verwerfungen. Akzente und Klangfarben im weichen, zurückhaltend elektronisch knisternden Folk des Dntel anno 2007 setzen die zahlreichen Gastsänger von Valerie Trebeljahr und Markus Acher (Lali Puna) bis Jenny Lewis (Rilo Kiley). Bisweilen entstehen dabei außergewöhnliche dichte und berückend schöne Momente. "The Distance" mit den Stimmen von Arthur & Yu zum Beispiel oder "Breakfast in Bed" mit Conor Oberst (Brigth Eyes). Ein großes, Zurückhaltung übendes Album, das seine volle Schönheit komplett entfalten dürfte, wenn die Tage nicht mehr ganz so lang sind. (fs)

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