Lesser Evil

Lesser Evil

Doldrums

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Schichten von Noise- und Kratzgeräuschen, dem Klingeln und Flimmern seiner EPs bleibt Doldrums auf seinem Debütalbum "Lesser Evil" treu. Airick Woodhead, der Mann hinter Doldrums, gibt sich darauf offener. Sein zügelloses Debütalbum ist eine sprudelnde Quelle der Ideen.

Rast ist für Airick Woodhead ein Fremdwort. Im letzten Jahr war er stets unterwegs, hat Konzerte mit Grimes, Austra oder Purity Ring gespielt. Nebenbei hat er mit Singles von sich hören lassen und die Arbeiten an seinem Debütalbum abgeschlossen. Dieser zügellose Tatendrang spiegelt sich im Sound des Kanadiers wider, der ebenso rastlos wie vielseitig ist. Eine Idee reicht Woodhead nicht aus, er verfolgt mit jedem Song dutzende.

Während sich Lieder wie "Egypt" und "She Is The Wave" in bester Animal Collective-Manier völlig schräg und teils anstrengend durch die Gehörgänge wuseln, ist "Lesser Evil" schon mal eine Spur eingängiger und zutraulicher. "Anamoly" ist ein durch und durch tanzbarer Elektro-Stampfer, mit Songs wie "Golden Calf" erinnert "Lesser Evil" gar an die klaustrophobischen Gefilde von Hochkarätern wie The Knife. An deren Raffinesse kommt Doldrums noch nicht heran, befindet sich mit diesem Debüt dennoch auf einem guten Weg.

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