Wake The Dogs

Wake The Dogs

Donots

Redaktionswertung: 
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sehr gut

Die Donots wecken schlafende Hunde. „Wake The Dogs“ ist das neunte Album der Band um die Brüder Ingo und Guido Knollmann, und ihr erstes seit fünf Jahren für ein Majorlabel. Den Titelsong gibt es vorab als Free-Download.

„The Passenger“ 2.0, so klingt „Wake The Dogs“ im ersten Moment, und die fiependen Keyboards im Refrain lassen einen noch ein zweites Mal nachsehen, ob man es hier wirklich mit den Donots zu tun hat. Spulen wir zurück. Vor 19 Jahren fingen die Donots im beschaulichen Münsterland an Musik zu machen, mit viel Wut im Bauch und krachigen Gitarren. Fragten voll im Saft stehend „What Ever Happened To The 80s“ und hüpften dabei in zu langen kurzen Hosen wie eine Horde wild gewordener Skatepunks über die Bühne. Coverten Twisted Sisters „We're Not Gonna Take it“ und landeten ausgerechnet mit dieser Hairmetal-Hommage ihren größten Hit. Zwei Jahrzehnte und acht Alben später, haben die Donots immer noch jede Menge Energie, sie kanalisieren sie nur anders.

Überflüssiges wurde für „Wake The Dogs“ über Bord geworden, all zu kraftmeiernde Riffs zum Beispiel. Dafür wurde die (Prä-)Historie des Punk geplündert und mit elektronischen Einsprengseln gekreuzt. Was im Falle von „Control“ zunächst zu Ablehnung, dann zu Lachen führt und spätestens im dritten Refrain gar nicht mehr auffällt. Natürlich dürfen auch Abgehnummern wie „Into The Grey“ nicht fehlen, doch wo Donots früher den Verzerrer rausgeholt hätten, bleibt der ohne an Energie einzubüßen diesmal weitgehend im Schrank. Und die Dontos wecken mit ihrem neunten Album Hunde, die sie früher gar nicht beachtet hätten.

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