Double Crush Syndrome - Death To Pop

Death To Pop

Double Crush Syndrome

Act der Woche
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Double Crush Syndrome aus dem Ruhrpott werden aufgrund ihrer energetischen Live-Auftritte gern die "Wiedergeburt des Rock'n'Roll" genannt. Jetzt veröffentlicht das Post-Punk-Metal-Trio mit "Death To Pop" sein zweites Album. 

2013 gegründet, lieferten Double Crush Syndrome 2017 ihren ersten Longplayer "Die For Rock N' Roll" ab, dem sie nun "Death To Pop" folgen lassen. So ganz begraben sie den Pop damit zwar nicht, doch dürfen die Mülheimer sich dennoch eher als Heilsbringer des Rock'n'Roll als die der Populärmusik bezeichnen. Genau das war auch der Anspruch von Andy Brings, Slick Prolidol and Julian Fischer bei der Erstellung dieses Werkes.

Double Crush Syndrome - Death To Pop

"'Death To Pop' klingt als Statement einfach geil. Gemeint ist damit, dass wir alles ablehnen, was nicht wahrhaftig ist und somit keinen Bestand haben kann. Insbesondere im Metal hat eine unerträgliche Beliebigkeit Einzug gehalten, die dem geneigten Hörer immer wieder dieselbe Konfektionsware vorsetzt, und somit schlimmerer Pop ist, als Pop selbst. Ich wünsche eher miesem Metal den Tod als mieser Popmusik. Die ist mir nämlich egal. Der Rock'n'Roll und seine Werte liegen uns jedoch sehr am Herzen", sprach Mastermind Brings und setzte das durch einen eigensinnigen Mix aus diversen Spielarten gitarrenlastiger Genres wie Metal, 70er-Glamrock und Postpunk gekonnt um.

Auch der thematische Inhalt dieser Platte deckt sich mit seiner musikalischen Vielfalt, und so geht es um Liebe, ein selbstbestimmtes Leben, Sehnsüchte und die Ablehnung jeglicher Form von Anpassung. Damit ist "Death To Pop" ein rundes und Spaß bringendes Paket voller Überraschungen, dessen 38 Minuten wie im Flug vergehen. 

Mit einem Auftritt im "ZDF Fernsehgarten" im August haben Double Crush Syndrome zwar ohne Frage eine diskussionswürdige Entscheidung getroffen. Die Wahl des Songs für die Rentner-Show hingegen passte wie die berühmte Faust aufs Auge. Mit dem Cover von Andy Borgs "Die drei berühmten Worte" traf das Trio auch den Geschmack des überwiegend weißhaarigen Publikums vor Ort. Der Song ist als "Drei Worte" auch auf "Death To Pop" enthalten, allerdings spricht der Longplayer in seiner Gesamtheit dann doch eher eine völlig andere Zielgruppe an.

Double Crush Syndrome beim "ZDF Fernsehgarten"

Auch live pflegen Brings und Co. ihr Image als musikalisches Abrisskommando, wovon man sich im Vorprogramm diverser Kollegen wie Harcore Superstar, Ohrenfeindt und Doro bereits ein Bild machen konnte. Mit "Death To Pop" gehen sie natürlich selbst als Headliner auf Tour und machen im Zuge dessen sieben Mal Station in Deutschland. 

17.01.20 Köln - Helios 37
18.01.20 Bochum - Rotunde
19.01.20 Frankfurt - Elfer Music Club
21.01.20 München - Backstage
24.01.20 Leipzig - Bandhaus
25.01.20 Berlin - Maze
26.01.20 Hamburg - Indra

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