Too True

Too True

Dum Dum Girls

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Nach dem Electro-Pop-Revival kommen die 80er Jahre im Wave-Gewand wieder. Während Bands wie Savages die krachige Version davon repräsentieren, gehen die Dum Dum Girls auf „Too True“ den nächsten Schritt in Richtung Pop.

„Too True“ ist vor allem das Album von Frontfrau und Sängerin Dee Dee Penny. Im Booklet der CD ist neben ihr nur noch eine weitere musikalische Mitstreiterin geführt. Die Drums klopfen in den meisten Songs mit der kalten Präzision eines Drum-Computers, mit dramatischem Hall auf der Snare. Dazu wabern die Gitarren hinter einem Vorhang aus Reverb, mal akzentuiert, mal an der langen Leine.

Sämtliche 60ties und Surf-Verweise der ersten Dum Dum Girls-Alben sind ebenso getilgt wie Garage-Rock Einflüsse. Stattdessen hat Dum Dum Girl Dee Dee eine sehr klare Vorstellung davon, wie Pop klingen soll, der sich zugleich aus Siouxsie & The Banshees, Pat Benetar, Bananarama und Arthur Rimbaud speist. Melancholisch, aber nicht larmoyant, poppig aber nie billig. Dieses Wissen ist es, das verhindert, dass „Too True“ zu einer erschreckend sorgfältigen, nahezu perfekten 80er Jahre Hommage wird. Hits sind eben zeitlos!

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