Bloodlines EP

Bloodlines EP

Dúné

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Im Durchschnitt sind sie gerade mal 18 Jahre jung, behaupten aber, die letzten vier Dekaden Musikgeschichte in sich aufgesogen zu haben. Das dänische Septett Dúné ist selbstbewusst, wild und entschlossen. Und zudem noch ziemlich gut.

Sie sind schon eine wilde Horde, diese sieben Dänen. Sechs Jungs und ein Mädel, die allesamt gerade mal die Volljährigkeit erreicht haben, sprechen von einem so weiten Inspirationsgebiet für ihre eigene Musik, dass man nur ungläubig mit den Ohren schlackern kann. Natürlich habe alles mit den Beatles angefangen, natürlich wären The Who extrem wichtig gewesen, so wie auch die Sex Pistols, New Order, Daft Punk oder der gute Trentemøller. Natürlich? Nein, natürlich ist es eher ungewöhnlich, dass die Inspirationsquellen einer solch jungen dänischen Band die internationale Musikhistorie von den 60er Jahren bis heute umfassen soll. Aber Dúné vereinen tatsächlich viele Elemente aus den Dekaden, die sie musikalisch großgezogen haben sollen: sie sind energetisch, punkig, poppig, krachig, melodisch, tanzbar und unterm Strich dann irgendwo zwischen Indie, Rock, Disko, Pop und New Wave zuhause. Diese Sieben sind wild am Werk und fest entschlossen, die Musikwelt mit ihrer kessen Melange aufzumischen. Mit dieser EP legen sie die Messlatte für ihr Langspieldebüt schon mal ganz nach oben. „Go Go Valentina“, der hier zu hörende Schlusssong der Five-Track-EP, ist neben dem Titeltrack „Bloodlines“ der stärkste Song dieser Veröffentlichung. Das wilde Ohrengeschlacker kann also losgehen! (bb)

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