The Deconstruction

The Deconstruction

Eels

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Auf dem zwölften Album der Eels lässt der vom Schicksal gebeutelte Mark Oliver Everett – anders als bisher – auch mal ein wenig Optimismus walten. Es ist allerdings nicht mehr als ein sanfter Hauch, denn das Leben ist kein Zuckerschlecken. Und wer weiß das schon besser als er?

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Vielleicht ist Optimismus für Mark Oliver Everett aber auch einfach etwas anderes als für die meisten von uns, denen das Leben bislang nicht derartig übel mitgespielt hat.

Der frühe Tod des Vaters, der Suizid der Schwester, der Krebstod der Mutter. Am 11. September 2001 kamen dann auch noch seine Cousine und ihr Mann in dem Flugzeug ums Leben, das Terroristen auf das Pentagon stürzen ließen.

Es gibt viele gute Grunde für Everett, das Leben nicht zu mögen. Derzeit sind es aber vor allem der Zustand unserer Welt und Donald Trump, die ihn beschäftigen. Und dennoch klingt ein Song wie "Today Is The Day" eben ungewöhnlich beschwingt. 

Fast glaubt man, Everett habe mit "The Deconstruction" einige der ihn umtreibenden Themen bewältigt. Vielleicht deuten Zeilen wie "The deconstruction has begun, time for me to fall apart" aber auch eher darauf hin, dass er sich ihnen ergeben hat.

Mit "Sweet Scorched Earth" liefert er zudem einen der derzeit schönsten Liebessongs ab – wenn er auch neulich in einem Interview angab, dass alles darin bloß erfunden sei. Natürlich. 

Wie auch immer: "The Deconstruction" ist einmal mehr ein fantastisches Eels-Album, das den Ruf des Kopfs der Band als traurige Gestalt und großer Künstler deutlich untermauert. 

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