Voodoo Man

Voodoo Man

Electronicat

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Der französische Wirbelwind mit Orkanböen schlägt wieder zu. Energiegeladener denn je, blendet uns Electronicat dennoch mit süßen Melodien. Doch die Dreckigkeit hinter seinem Sound bleibt offensichtlich.

Als Fred Bigot aka Electronicat begann, seine Gitarre zu samplen und sie durch diverse Wah-Wah- und Delay-Filter weiter zu zerren, ahnte noch niemand, ahnte wahrscheinlich noch nicht einmal er, was für eine massive Energie sich in diesem Sound verbarg. Vorangetrieben von einer geraden Bassdrum, legte Electronicat eine monströse Gitarrenwand darüber, die rotziger als Wüstenrock und roher als der trockenste Techno-Entwurf wurde. Und zu allem Übel ist Electronicat ein unberechenbarer Expressionist – schreiend und im selben Moment croonend, Melodie- versus Noise-Eskapaden. Dieser Mann ist eine Waffe, die sich von Niemandem genutzt werden kann. Sein zweites Album „Voodoo Man“ erscheint erneut bei Disko B und knüpft an alte Produktionen an. Allerdings ist die Freiheit spürbar, die sich Fred Bigot immer mehr zu nehmen scheint. Ergänzend zu seinen Vocals hat er Catriona Shaw (Queen Of Japan) sowie Max Turner von The Meteorites eingeladen. Gemeinsam feiern sie ihren – verzeiht die Abgedroschenheit – Voodootanz und fragen nicht nach dem Morgen. (jw)

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