Parquet

Elektro Guzzi - Parquet

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„Parquet“ nennt sich das zweite Album von Elektro Guzzi, auf dem Bernhard Hammer, Jakob Schneidewind und Bernhard Breuer Techno neu formen; mit ihren eigenen Händen und Instrumenten aus der Asservatenkammer des Rock.

Gitarre, Bass, Schlagzeug – die klassische Konstellation für eine Rockband. Mit Gitarre, Bass und Schlagzeug stehen Elektro Guzzi auch auf der Bühne, musikalisch zieht es die Österreicher aber in eine andere Richtung: Sie spielen Techno, live, mit Gitarre, Bass und Schlagzeug. Schwer zu glauben angesichts der unrockigen Klänge auf „Parquet“. Um Zweifel zu zerstreuen haben Elektro Guzzi vorsorglich und mit Rage Against The Machine im Hinterkopf „All tracks recorded live without overdubs“ aufs Cover gedruckt. Eine letzte Reminiszenz an die Authentizität von Rock...

Das Maschinenhafte und Repetitive von Techno ist in letzter Zeit für Leute faszinierend, die musikalisch neben und nicht auf der Tanzfläche stehen, wie Aufgang oder Brandt Brauer Frick. Das Erstaunliche an Elektro Guzzi ist allerdings mit welchen Mitteln sie zu einem Ergebnis kommen, das jedem Clubeinsatz standhält: Keine Schnörkel, keine verkopften Breaks und eine unablässig pumpende Bassdrum. Man muss diesen Minimalismus live sehen, um ihn zu verstehen, das Video zu „Pentagonia“ gibt nur eine ungefähre Ahnung davon, was einen erwartet. Die nächste Gelegenheit bietet sich allerdings erst beim Eurosonic Noorderslag Festival. Dort werden Elektro Guzzi mit dem „EBBA“-Award, dem „European Border Breakers Award“ ausgezeichnet.

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