Living Life Golden

Elliphant - Living Life Golden

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Ach wie ist das schön bunt, laut und herrlich unkonform in der Welt von Elliphant. Auf dem neuen Album der Schwedin "Living Life Golden" ist daher der Name obligatorisches Programm.

In der letzten Zeit hört und sieht man schon so einiges von Elliphant. Mit macht sie auf "One More" die Nacht zum Tag, "Love Me Badder" zeigt ihre Vorliebe für böse Jungs und auf "Spoon Me" wird mit tatkräftiger Unterstützung von Skrillex klar, wie so eine gute Löffelei eigentlich auszusehen hat.

Elliphant selbst gibt ihrer Musik das Label "Provokativ-Pop". Sie lässt sich nicht festlegen und versucht in die manchmal allzu glatte Popwelt ein paar Ecken und Kanten reinzuhämmern. Das ist weiß Gott nicht wahnsinnig revolutionär. Mit ach so bösen Wörtern wie "d**k" oder "f**k" entlockt man heutzutage kaum noch jemandem ein schockiertes "Also, bitte!" Das funktioniert nicht mal mehr wirklich bei Peaches. Die Grenze zwischen 'provokativ' und 'plakativ' ist eben ganz gern fließend.

Musikalisch ist es weniger bahnbrechend als vielmehr sehr unterhaltsam. Der Mix aus Raggae, Dancehall, Hip Hop und Elektrobeats geht direkt ins Bein. Ein paar Songs summt man - am Morgen zum Aufwachen gehört - auch abends noch schlaftrunken vor sich hin. Wenn die Tracks gut sind, dann sind sie richtig gut. "Hit And Run" ist so ein Song. Oder "Thing Called Life". "One More" sowieso. Sie leben von einem angenehmen Mix aus Rhythmus, Text und Melodie. Das ist allerdings nicht immer der Fall - denn nicht alles, was ganz laut glitzert, ist golden.

Konsequent ist das große Thema des Albums das Leben und alles, was es schöner macht. Hedonismus at it's best. An sich definitiv ein Thema, das man nur lauthals mit "Ja, bitte!" kommentieren kann. Songs wie "Player Run" oder "Spoon Me" geben sich dann aber leider schnell einer gewissen Beliebigkeit hin. Textlich wie musikalisch.

Ellinor Olovsdotter, wie Elliphant bürgerlich heißt, erlebte bereits einen ansehnlichen Hype. Da ist es kaum verwunderlich, dass Musikgrößen wie Skrillex, Twin Shadow, Azealia Banks oder der omnipräsente Diplo an der Studiotür der wilden Skandinavierin klopften. Gar nicht mal so schlecht für die geborene Stockholmerin - sind solche Namen doch ein Garant für internationalen (Mainstream-) Erfolg.

Hier gibt es den Titel "Love Me Badder" im Remix von ROOM8 zum freien Download:

 

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