Elton John - Revamp

Elton John - Revamp

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Elton John war unbestreitbar einer der größten Songwriter der 70er-Jahre. Nun zollen ihm Künstler von Ed Sheeran bis Lady Gaga ihren Respekt und covern seine größten Songs. Das wäre nicht nötig gewesen.

Mit über 450 Millionen verkauften Alben gilt Elton John als einer der erfolgreichsten Songwriter überhaupt. Zwar hatte Elton John in den 80ern noch ein paar Hits ("I'm Still Standing", "I Guess That's Why They Call It The Blues"), aber seine große Zeit war in den frühern 70ern. Sein letztes Nummer-1-Album in den USA veröffentlichte John im Jahr 1975, also vor über 40 Jahren.

Seitdem tourt er als Elder Statesman des Pop durch die Welt und hat nun seine letzte Tour angekündigt. Und um seiner Bedeutung Nachdruck zu verleihen, veröffentlicht seine Plattenfirma nun mit "Revamp" ein Album, das den unsterblichen Originalen nichts entgegenzusetzen hat.

Ed Sheeran spult fast schon gelangweilt einen seiner größten Hits ab ("Candle In The Wind"), Lady Gaga trägt bei "Your Song" umgekehrt viel zu dick auf genauso wie Sam Smith bei "Daniel", Miley Cyrus hat zum tausendmal gecoverten "Don't Let The Sun Go Down On Me" nichts Neues hinzuzufügen, vor allem, wenn man die Version von George Michael kennt.

Immerhin liefern Coldplay ("We All Fall In Love Sometimes") und Florence + The Machine ("Tiny Dancer") Versionen ab, denen man die Liebe fürs Original anhört. Ansonsten scheitern fast alle Künstler am übergroßen Vorbild und der vermeintlich einfachen Aufgabe, ein paar großartige Songs neu zu interpretieren.

Einen kleinen Lichtblick gibt's wenigstens ganz zum Schluss, wenn sich Josh Homme mit seinen Queens Of The Stone Age "Goodbye Yellow Brick Road" vornimmt und ihn zu seinem eigenen Song macht.

Dieses Coveralbum bringt das ganze Problem des zeitgenössischen Pop auf den Punkt: es geht nur noch um Geschäft und Kalkül. Kreativität und künstlerische Vision: Fehlanzeige. Die Songs von Elton John hätten Besseres verdient. 

"It's sad, so sad, it's a sad sad situation." ("Sorry Seems To Be The Hardest Word")

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