The Seasons In Between

The Seasons In Between

Enik

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Enik pflegt einen intuitiven Umgang mit Musik, heißt es. Mit markanter Stimme hat er Funkstörung vor zwei Jahren völlig überraschend und überragend aus der Electronica-Sackgasse herausgeholt. Seine gesamte Qualität offenbart jedoch erst sein Solo-Album.

Was auf der ersten EP „Without Bark“ noch wie eine Komplett-Abrechnung mit sämtlichen Konventionen der Popmusik klang, ergibt für das Debüt-Album „The Seasons In Between“ ein wohl ausbalanciertes Update der künstlerischen Freiheit. Enik klingt nach wie vor unangepasst. Ein unberechenbarer, wild zwischen den Stilen switchender Freak, der sich dennoch die Freude an poppiger Eingängigkeit nicht durch aufgesetzte Avantgarde-Getue verderben möchte. Enik ist auf seinem Album, das von Labels/EMI lizenziert wurde, gemäßigter zu Gange, was die Sache jedoch weitaus interessanter macht. Der Münchner Autodidakt greift Elektronika, Rock, Jazz, Blues auf, behält bei all dem Wirrwarr aber den Blick für eine gewisse Eingängigkeit. Zentral bleibt natürlich Eniks kräftiger, energisch bluesiger Gesang, wie er aus Deutschland selten zu hören ist. Bedenkt man zudem, dass es sich hier um einen 25-jährigen Musiker handelt, steht „The Seasons in Between“ berechtigterweise ein noch größerer Lorbeerkranz zu. Als Download gibt es die erste Single-Auskopplung „Why Do You Love Me“. (jw) Download-Tipp: Der Link ist nur in den beiden Flash-Versionen zu finden. Dort rechts oben auf der Startseite.

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