Dexter Fox

Dexter Fox

Epo-555

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Lange und länger haben Epo-555 an ihrem Debütalbum gearbeitet. Und irgendwo zwischen Cowboyelektronik und Weltraumsongwriting ist ihnen einfach Indiepop passiert. Laut und leise, sanft und ruppig Varianten füllt er "Dexter Fox" nun bis zum Rand.

Soundverliebt und detailversessen feilte das dänische Quartett lange an seinem Debüt. Alles wurde ins rechte Licht gerückt, aufgeblasen, zusammengestaucht und in eigenwillige Formen gebracht. Jede Slidegitarre hat ihre Geschichte, ein Fadeout ist nicht gleich ein Fadeout und selbst im kleinsten Lied haben Epo-555 noch entdeckenswertes versteckt und untergebracht. Zerlegt man "Dexter Fox" in seine vielen kleinen Einzelteile, so bekommt man zwischen Sounds, Geschichten und Rhythmen vielleicht eine Ahnung von langer Produktionszeit und ausgiebiger Tüftelei. Doch warum sollte man sich die Mühe machen, wenn sich alles so oft zu so leichtfüßiger und freundlich-wirrer Popmusik verdichtet? Wenn Songs wie "Dakota" und "Pre-Emptive Stroke" auf so direktem Weg in Herz und Beine gehen oder "Il Presidente" sich anmutig zögernd einem verqueren Finale nähert? "Dexter Fox" erzählt die Geschichte des gleichnamigen Kämpfers für die Gerechtigkeit und seiner großen Liebe Angelina. Angenehm schnell jedoch bleibt diese etwas mickrige Geschichte hinter großen Popsongs zurück, lugt nur ab und zu hervor, um schwächere Stellen zu rechtfertigen. Das lässt sich verschmerzen. Mit Leichtigkeit. (sc)

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