Erasure – World Beyond

World Beyond

Erasure

Redaktionswertung: 
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Zusammen mit dem Echo Collective haben Erasure ihr letztes Album “World Be Gone” neu aufgenommen und präsentieren die Songs nun in post-klassischen Aufnahmen.

Das Duo Andy Bell und Vince Clarke, Gründungsmitglied von Depeche Mode, hat Popmusik-Geschichte geschrieben: Erasures Hits waren glamourös, cheesy und getragen von Andy Bells hoher Falsett-Stimme. Auf dem neuen Album klingt Bell hingegen mal wie der gealterte Morrissey, dann wieder wie eine Theater-Diva und manchmal wie ein Eighties-Musical-Sänger.

Das Echo Collective, bekannt durch die Kollaboration mit Künstlern wie dem viel zu jung verstorbenen Jóhann Jóhannsson oder dem Piano-Star Dustin O’Halloran, rollt dieser Stimme nun den klassischen Teppich aus.

Erasure – Oh What A World

Die Songs ihres bereits schon weniger opulent geratenen Vorgängerwerks „World Be Gone“ wurden von dem Echo Collective nochmals dekonstruiert und in klassisch instrumentierte Versionen übertragen. Mit Geige, Harfe, Cello, Kontrabass, Klavier und Glockenspiel traktierte man die Songs so lange, bis sie aus dem ursprünglich politischen Kontext herausgelöst eine quasi zeitlose Wahrheit transportieren sollten.

Oftmals mit dickem Pathos aufgetragen und dramatisch intoniert, wird die zarte Musik jedoch zugekleistert und so hat der Kontrast zwischen Stimme und Musik eher operettenhafte, denn opernhafte Züge. Aber die Gratwanderung zwischen Kitsch und Kunst beherrschen Erasure ja bereits seit Anfang ihrer über 30-jährigen Karriere mit Mut zum Pomp und Pop.

The Making Of World Beyond:

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